KI ist kein Wettbewerbsvorteil

KI ist kein Wettbewerbsvorteil

Björn Ole Neumann 2 Min. Lesezeit Führung

Kaum ein Thema wird zurzeit so intensiv diskutiert wie Künstliche Intelligenz.

Die Botschaft ist eindeutig:
Wer KI nicht einsetzt, wird den Anschluss verlieren.

Der Eindruck entsteht, der zukünftige Erfolg eines Unternehmens hänge vor allem davon ab, möglichst viel Wissen möglichst schnell verfügbar zu machen.

Hier beginnt der Denkfehler.

Wissen allein hat noch kein Unternehmen erfolgreich gemacht.
Wissen hilft, bekannte Probleme schneller zu lösen.
Doch Unternehmen scheitern selten an bekannten Problemen.
Sie scheitern an neuen.

An Kunden, die plötzlich ihr Verhalten verändern.
An Wettbewerbern, die auf einmal andere Wege gehen.
An politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die ganze Märkte verändern.
Für diese Entwicklungen gibt es keine fertigen Antworten.

Künstliche Intelligenz kann Wissen schneller verfügbar machen als jeder Mensch.
Sie analysiert, strukturiert und beantwortet Fragen in Sekunden.
Das ist beeindruckend.
Doch mehr Wissen allein hilft einem Unternehmen nicht weiter.
Es beantwortet bekannte Fragen.

Neue Lösungen entstehen erst dort, wo Menschen beobachten, Zusammenhänge erkennen und den Mut haben, neue Wege zu gehen.

KI verändert diese Tatsache nicht.

Je einfacher Wissen verfügbar wird, desto wichtiger wird das, was sich nicht automatisieren lässt:
Kreativität.
Mut.
Verantwortung.
Zusammenarbeit.

Unter Dynamik wird Wissen zur Voraussetzung. Können wird zum Wettbewerbsvorteil.

Führung bedeutet nicht, mehr Wissen zu erzeugen.
Führung bedeutet, Raum für Können zu schaffen.